Von Shaimaa Fallaha

In den letzten Wochen haben wir uns im Deutschunterricht mit dem Thema Romantik beschäftigt und dabei viel darüber gelernt, wie wichtig Gefühle und die Natur in dieser Epoche waren. Nachdem wir uns gemeinsam ein Bild von Caspar David Friedrich angesehen hatten, sollten wir dazu unser eigenes Gedicht verfassen.

Am Anfang wussten wir ehrlich gesagt gar nicht so genau, was wir über das Bild denken oder schreiben sollten. Als ich das Bild zum ersten Mal gesehen habe, musste ich jedoch an einen Spaziergang im Herbst denken, bei dem die Sonne gerade unterging und alles in ein warmes, leicht orangefarbenes Licht getaucht war. Diese Stimmung habe ich in dem Bild wiedererkannt. Nach einer Weile fielen mir dann weitere Eindrücke auf, vor allem die Farben und das Licht, die eine ganz besondere Atmosphäre erzeugten. Für mich wirkte das Bild sehr ruhig, aber auch ein bisschen traurig oder nachdenklich. Es war spannend zu sehen, dass jeder das Bild anders empfunden hat, denn manche haben darin Hoffnung gesehen und andere eher Einsamkeit oder Sehnsucht.

Als wir im Unterricht darüber gesprochen haben, habe ich gemerkt, wie unterschiedlich unsere Eindrücke tatsächlich waren. Einige Mitschüler haben Details entdeckt, die ich zuerst gar nicht bemerkt hatte, und dadurch habe ich das Bild anders wahrgenommen. Obwohl wir alle dasselbe Motiv vor uns hatten, sind am Ende ganz verschiedene Gedichte entstanden. Das zeigt mir, dass man nicht alles selbst erleben muss, um etwas Neues zu lernen, sondern dass man auch durch die Perspektiven anderer Menschen auf neue Ideen kommen kann.

Außerdem habe ich beim Schreiben bemerkt, dass ich meine Gedanken viel besser ordnen kann als im Gespräch. Beim Schreiben hat man mehr Zeit zum Nachdenken und kann genauer überlegen, wie man etwas ausdrücken möchte. Oft kommen einem dabei neue Ideen, weil man sich intensiver mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt, was im direkten Gespräch manchmal etwas schwieriger ist.

Ich glaube, dass solche Aufgaben uns helfen, unsere Gefühle bewusster wahrzunehmen. Vielleicht achtet man dann auch im Alltag mehr darauf, was man sieht und fühlt, und verbindet die Natur öfter mit seinen eigenen Gedanken und Ideen.

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Im Licht der Ewigkeit 

Ich seh die weite Welt vor mir

Der Himmel atmet still und weit

Die Erde schultert uns auf ihr

Im Licht der tiefen Ewigkeit

Der Wind erzählt vom wunderbar

Und streift dein Herz mit sanfter Hand

In deiner Nähe wird mir klar

Dass Liebe weiter reicht als Land

So geh ich mit dir ohne Ziel

Durch Raum und Zeit, so frei, so weit

Die Weite steht, was ewig bleibt

Weil Liebe niemals vergeht, Zeit

Von Linus Waldschmidt

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Freiheit mit dir

Wenn alles in uns düster scheint,

und unsre Sehnsucht leise weint,

dann spür ich Freiheit tief in mir,

denn wahre Liebe bleibt mit dir.

Im Wald, umgeben von Natur,

geh’n wir gemeinsam unsre Spur.

Beim Sonnenuntergang, still und sacht,

vergessen wir die dunkle Nacht.

Beim Sonnenaufgang auf dem Berg,

erscheint die Welt uns hell und stark.

Ein Spaziergang, nur wir zwei,

und plötzlich fühlen wir uns frei.

Von Kaosar Kholas

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Im Dämmernschein

Im Dämmernschein gehen wir still zu zweit,

der Mond versinkt im fahlen Licht,

vergessen scheint uns Raum und Zeit,

nur deine Nähe trügt mich nicht.

Am alten Baum erwacht ein Traum,

der Abend lauscht dem leisen Wind,

und Liebe füllt den dunklen Raum,

als wär die Welt uns hold gesinnt.

Wir schauen hinaus ins weite Meer,

kein Wort, das unser Schweigen bricht,

mein Herz schlägt sanft für dich so sehr,

weil deine Liebe Hoffnung spricht.

Von Anna-Lucia Wittek

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Tor zur Ewigkeit 

Im Nebel steht das Tor zur Ewigkeit

scheint mir nahe, bleibt doch fern zugleich

einsam gehe ich närrisch, schrittbereit

Im Weitergeh’n wird mir vieles gleich

Liebe ruht verborgen in der Natur,

was ich suche, weiß ich selber kaum

Augenblicke Schweigen leise nur

schwer und rein wie Zeit wie tiefer Traum

Selig ist das Wogen der Nebelmeer

Wolken tanzen, langsam still umher

Dunstes Hauch umfängt mein Herz so sehr

und erträgt es sanft durch Traum und Begehr

Von Ricarda Réthi

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Abschied und Schicksal

Deine Nähe schenkt mir stillen Frieden,

wie Abendlicht im letzten Schein.

Doch unsere Wege sind verschieden,

und keiner kann beim anderen sein.

Der Wind verweht die leisen Zeiger ,

trägt Worte , die niemand spricht.

Die Zeit vergeht, sie wird zum Schweiger,

doch in mir bleibt dein warmes Licht.

Ich lass dich los, lass es gescheh’n,

Gott band uns wie das Meer und Sand.

Und wenn wir uns auf Wegen seh’n,

Führt uns das Schicksal Hand in Hand.

Von Shaimaa Fallaha

Ein Mann und eine Frau betrachten den Mond von Caspar David Friedrich