Wahlen 2017 – das denkt unsere Schule

Diesen Sonntag findet Deutschlands 19. Bundestagswahl statt! Seit Wochen kreisen Wahlplakate, Kampagnen und der Aufruf zur Wahl durch unseren Alltag – in 4 Tagen ist es dann soweit. Über 60 Millionen Wahlberechtigte werden entscheiden, wer sie für die nächsten 4 Jahre regiert und wählen außerdem ihre Bundestagsabgeordneten ins Parlament.

Zu den 3 Millionen Erstwählern gehören auch einige unserer Mitschüler.
Doch wie präsent sind die Wahlen, trotz des großen Aufruhrs, in unseren Köpfen und sind wir der Meinung, durch eine Wahl aktiv die Politik mit beeinflussen zu können?
Wenigstens 86,7% der Befragten erklären ihr Interesse an den Wahlen, trotzdem führt das Übermaß an Wahlwerbung zu einigen genervten Gemütern unter den Befragten, von welchen sogar 40% als wahlberechtigt gelten.
Nur zwei Schüler behaupten an der Wahl nicht teilnehmen zu wollen, das führen beide darauf zurück, sich im Voraus nicht ausreichend informiert zu haben.
Apropos sich in Kenntnis setzen; es wussten 80% über den Termin der Wahlen Bescheid, während sich noch weniger über die Wichtigkeit der Zweitstimme im Gegensatz zur Erststimme im Klaren waren. (Für alle die, die es nicht wussten: Die Erststimme gilt für den Bundestagsabgeordneten eures Wahlkreises, wo dagegen die Zweitstimme für die Mehrheitsverhältnisse der Parteien im Bundestag zählt.)

Wählen dürfen übrigens nur volljährige deutsche Staatsbürger. SPD und die Grünen fordern eine Wahlberechtigung schon ab 16 Jahren, was die Meinung Deutschlands spaltet. Sind Sechzehnjährige denn wirklich schon reif genug?
Die Befragten hingegen wollen den Vorschlag der zwei Parteien nicht unterstützen. Sie begründen, dass die jüngeren Mitschüler möglicherweise noch zu stark manipulierbar für eine freie Wahl sind. Gleichzeitig sind einige Sechzehnjährige schon sehr abgeklärt, was Politik angeht und würden sich selbst zutrauen, wählen zu gehen.
Unbestritten ist die Ansicht, dass eine Enthaltung kontraproduktiv für Deutschlands Politik ist! Man müsse wählen gehen, die Schüler sind sich einig, dadurch wahrhaft aktiv die Staatsführung zu beeinflussen. Obwohl fast 6% Zweifel haben, die Geschehnisse in Berlin könnten sich um ein „abgekartetes Spiel“ handeln.

Zum Thema Wahlprogramm runzeln einige die Stirn. Hinter jeder Idee steckt wohl ein Wille, ihn durchzusetzen, aber handelt es sich vielleicht doch nur um leere Versprechen? Man ist sich bewusst, wie schwer es ist, etwas spürbar zu ändern und viele Schüler denken, dass es zu lange dauert, bis eine Partei auch den gesamten Bundestag überzeugt hat. Schließlich rechnen die Schüler stark mit einer großen Koalition.
Die Angst vor dem Terror beherrscht auch die Gedanken der Schüler, so erlangt Terrorismus die Mehrheit, wenn es um persönlich wichtige Themen geht. Arbeitslosigkeit, soziale Gerechtigkeit und Zuwanderung folgen darauf. Doch wie ungefähr 13% der Befragten finden, sollte die Umwelt auch nicht unberücksichtigt bleiben.

In unseren Schülerkreisen erhält Angela Merkel eine achtzigprozentige Zustimmung. Sie gibt den Befragten ein Gefühl von Sicherheit und Erfahrung. So sind auch die meisten recht zufrieden mit dem Zustand Deutschlands der letzten Jahre und heute. Trotzdem lässt jeder verlauten, dass man immer etwas verbessern sollte und 20% fordern sogar einen Wechsel in unserer Regierung.
Es sei erschreckend, dass eine solch rechtsradikale Partei, wie die AfD, so viele Befürworter gewonnen hat und auf diesem Weg erst die anderen Parteien für so manche Anliegen des Volkes aufwecken musste. Die Schüler sagen, die AfD sei eine eindeutige Gefahr für Deutschland, man müsse sie ernst nehmen, kontrollieren als auch vor allem ihre Unterstützer anhören sowie verstehen! Ziehe eine solche Partei in den Bundestag ein, würde das Deutschland verändern.

60% der Umfrageteilnehmer finden Politik beziehungsweise Wahlen als Gesprächsthema in ihrem Freundeskreis wieder. Wahrscheinlich gibt es eindeutig spannendere Themen als Politik, doch ist es nicht wichtig, sich mit einer solch ausschlaggebenden Thematik auseinanderzusetzen? Schließlich stehen die Wahlen für unsere Zukunft!
Wie wichtig ist deinen Freunden der Sachverhalt sozialer Gerechtigkeit und denken sie, Martin Schulz könne Deutschland in eine bessere Richtung führen? Vielleicht eröffnen sich uns so neue Denkweisen.

Noch engagiert sich keiner der Befragten in politischen Jugendorganisationen und vertritt dort seine eigene Meinung, obwohl einigen die Angebote für Jugendliche stets bekannt sind. Denn jeder ist sich sicher, wenn etwas im Bundestag entschieden werden sollte, was essentiell an ihrer Meinung kratzt, würden sich alle für ihre Haltung stark machen!

–  Carolin Ochs

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