6 wertvolle Tipps für deine Abiturprüfungen

Das schriftliches Abitur:
3 Tipps, die Du vor dem schriftlichen Abitur wissen solltest:

1. Wann beginne ich mit dem Lernen?
Ich denke, es reicht völlig aus, mit dem Lernen am Wochenende, vor Beginn der Weihnachtsferien anzufangen (selbst bei Biologie). Es sei denn, Du hast große Lücken aufzuarbeiten. Wer zu diesem Zeitpunkt mit dem Lernen anfängt und eine zweistellige Punktzahl anstrebt, sollte meiner Erfahrung nach dann aber auch (fast) jeden Tag mindestens zwei Stunden lernen. Das kommt natürlich aber auch ganz auf das Fach an.
Ein von mir unterschätzter Arbeitsaufwand lag im Zusammensuchen des Lernstoffs, den Du hauptsächlich aus den Unterrichtsmaterialien der letzten drei Jahre extrahieren musst. Jenes Sortieren habe ich leider völlig unterschätzt. So habe ich damit in der eigentlichen Lernphase wertvolle Zeit „verschwendet“.

2. Wie sollte ich lernen, gibt es einen Trick?
Du solltest so lernen, wie Du auch die letzten Jahre gelernt hast, denn jeder hat da seine ganz spezielle Technik. Ich habe bemerkt, dass das für die meisten über das Zusammenfassen und Veranschaulichen (in Stichpunkten oder auch grafisch) gut funktioniert. Ich halte es allerdings auch immer für wichtig, das Thema jemand anderem mündlich zu erklären, denn dabei bemerkt man schnell selbst, wo man noch unsicher ist. Lerngruppen sind das A und O für das lernen fürs Abi. Ich habe mich in der intensivsten Lernphase, d.h. ab zwei Wochen vor der Prüfung, drei Mal wöchentlich mit Mitschülern getroffen und fast täglich geskypt, um Fragen zu klären, Stoff zu wiederholen und Mitschriften auszutauschen. Nur so kannst Du auch sicher sein, kein Lernthema vergessen zu haben und wahrscheinlich alles richtig verstanden zu haben.
Eines beim Lernen sollte jedoch wirklich jeder Beachten: Das Wiederholen vom gelernten Stoff! In den letzten Jahren habe ich Kursarbeiten geschrieben, die deutlich weniger Lernstoff beinhaltet haben. Der plötzliche Schwall an Themen und Materialien hat mich beim Lernen fürs Abi schnell überfordert und ich dachte, Hauptsache ich habe alles mal durchgelesen. Falsch! Durch das auslassen von Wiederholungen konnte ich mir über diesen Zeitraum von mehreren Wochen fast nichts behalten. Eine Woche vor der Prüfung realisierte ich dann, wie wenig ich mir tatsächlich gemerkt hatte, was einem gerade bei Biologie natürlich den Hals brechen kann. Ich empfehle Euch, wirklich viel zu wiederholen. Lernt lieber teilweise auf Lücke, anstatt alles nur ein bisschen zu wissen. Das wird sonst zur Katastrophe! Neben dem ganzen Lernen und Wiederholen, vergiss nicht, Pausen einzulegen. Du bist nicht unendlich aufnahmefähig, also vergiss den Lernstoff (Vorschlag: Alle fünfzig Minuten), geh vor die Tür und bewege Dich ein bisschen (Vorschlag: Zehn bis fünfzehn Minuten).

3. Wie läuft die Prüfung ab und was gibt es zu beachten?
Die Abiturprüfung ist im Aufbau der Vorabi-Kursarbeit sehr ähnlich und läuft eigentlich auch genau so ab. Der einzige Unterschied liegt darin, dass sich immer mindestens zwei Lehrer im Prüfungsraum aufhalten müssen, was weniger merkwürdig ist, als ich angenommen habe und dass Dir jedes Blatt, auf das Du schreiben darfst, von der Schule gestellt wird und mit einem Schulstempel versehen wurde.
Aufgrund des hohen Lernaufwands, den wir für diese Prüfung aufbringen, sind die meisten Schüler sehr aufgeregt. Um keinen Blackout zu riskieren, bereite Dich schon vorab auf diese Nervosität vor. Du solltest unbedingt vor der Prüfung genug essen und trinken und auch genug Essen und Getränke mitbringen. Viel Glück!

Das mündliche Abitur:
3 Tipps, die Du vor dem mündlichen Abitur wissen solltest:

1. Wann beginne ich mit dem Lernen?
Solltest Du nur ein Prüfungsfach haben, reicht es bei den meisten Fächern, eine Woche vor der Prüfung mit dem Lernen zu beginnen. Diejenigen, die zwei mündliche Prüfungen haben (das war bei mir der Fall), müssen gute 1,5 Wochen einplanen. Wer im Unterricht mündlich immer etwas zaghaft war, dem werden wahrscheinlich die Fächer Deutsch, Englisch, Französisch und Ethik schwerer fallen. Bei der Auswahl Deines Prüfungsfachs, solltest Du auch den dazugehörigen Fachlehrer in Deine Entscheidung mit berücksichtigen. In diesem Jahr sind leider einige Schüler in einer Ethikprüfung hinsichtlich des Themas von einer Lehrerin schwer überrascht worden. Zwar stellte dies eine Ausnahme dar, zeigt allerdings, dass man auf alles vorbereitet sein muss und ganz im Sinne von Kant, den Mut aufbringen sollte, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.
Insbesondere Mathematik, Chemie und Physik sind Fächer, mit denen auch der eher schüchterne Schüler, wenn er denn etwas von den Fächern versteht, gut Punkte sammeln kann. Je nach dem wie fit Du darin bist, solltest Du hier jedoch etwas mehr Zeit zum Lernen investieren und schon im Monat vorher im Unterricht besonders aufpassen.

2. Wie sollte ich lernen, gibt es einen Trick?
Der Trick beim mündlichen Abitur ist, alles Gelernte schnell auf Abruf zu haben. Dafür kannst Du aber auch wesentlich oberflächlicher lernen, als noch im schriftlichen Abitur. Das mündliche wiederholen des Stoffs ist besonders wichtig. Sogar ich, als tendenzielle Labertasche, musste in der Prüfung teilweise eine solche Leere in meinem Kopf feststellen, sodass mir durch die Nervosität plötzlich keine Wörter mehr einfallen wollten. Um das zu verhindern, lege Dir am Besten schon in der Lernphase passende Wörter zurecht und überlege Dir auch, welche Aufgaben der Lehrer stellen könnte, und übe diese vorab mündlich mit einem Zuhörer.
Auch für das mündliche Abitur empfehle ich Dir, Lerngemeinschaften zu bilden, um persönlich oder auch telefonisch gemeinsam noch einmal alles durchzusprechen. Dabei bemerkst Du nicht nur, wie gut du das Thema schon verstanden hast, sondern übst bereits die gelernten Inhalte anderen mündlich zu präsentieren.

3. Wie läuft die Prüfung ab und was gibt es zu beachten?
Du wirst dreißig Minuten vor Prüfungsbeginn in den Vorbereitungsraum gelassen, nachdem zehn Minuten verstrichen sind, erhältst Du die Prüfungsfragen. Du hast während der Vorbereitung nicht viel Zeit. Trotzdem solltest Du Dir alle Materialien gründlich durchlesen, denn das ist in der Prüfung selbst nur sehr schwer möglich und würde Dir auch wertvolle Zeit stehlen. Mach Dir schon, während Du die Materialien sichtest, so viele Notizen wie möglich. Schreibe Dir Randnotizen für alles, was Du für relevant hälst (auch wenn danach nicht explizit in den Aufgaben gefragt wurde). Schreibe passende Wörter auf, die Du möglicherweise brauchen könntest. Schreibe so viel auf, wie nur irgendwie möglich, denn in der Prüfung selbst wird sich Dein Kopf wahrscheinlich erst einmal ziemlich leer anfühlen. So wirst Du dankbar sein, wenn Du zu Beginn nur von Deinen Notizen ablesen kannst. Oft stellt der Prüfer auch Fragen, die gar nicht auf dem Blatt mit den Prüfungsfragen stehen. Wenn Du Glück hast, hast Du Dir dann trotzdem schon in der Vorbereitungszeit dazu Notizen gemacht.
Während man im schriftlichen Abitur zu Beginn der Prüfung Zeit hat, rein zu kommen, hast Du dies im mündlichen Abitur nicht. Schreib also in der Vorbereitungszeit soviel wie möglich auf. Und dann rede einfach, was das Zeug hält. Natürlich solltest Du auch zusehen, dass das, was Du sagst, auch zutreffend ist. Vermeide es, Dich inhaltlich zu wiederholen.

Allgemeine Informationen zu den Abiturprüfungen am Päda:
Das schriftliche Abitur findet an unserer Schule, dem Päda, immer in Januar statt. Nach den Weihnachtsferien mussten alle nochmal am Montag und Dienstag von 8:00 bis 13:05 Uhr in die Schule kommen, wo doppelstündig jeweils alle drei Leistungskurse unterrichtet wurden. Keine Angst, an diesen Tagen haben wir natürlich keinen neuen Stoff reingewürgt bekommen. Beide Tage haben lediglich dazu gedient, letzte Fragen zu klären. Zufälligerweise kam alles, was wir in diesen beiden Tagen in Biologie wiederholt haben, auch tatsächlich im Abitur dran. Das mündliche Abitur findet an unserer Schule immer im März statt. Die Prüfungen waren hier etwa 1,5 Wochen nach dem letzten Schultag angesetzt.

Themen beim Abitur 2017:
Im Biologie Abitur kam 2017 Stoffwechsel dran, bei dem wir alle Stoffwechselabläufe (außer der Primärreaktion) ausführlich wiedergeben mussten. Des Weiteren wurde Ökologie mit dem Schwerpunkt auf dem Ökosystem See (und der Phosphatfalle) sowie Genetik abgefragt. Einzig Neurologie kam nicht dran.

Im Kunst Abitur 2017 hatten wir die Wahl zwischen einer Arbeit mit praktischem und einer mit theoretischem Schwerpunkt. Die Arbeit mit praktischem Schwerpunkt behandelte Architektur (den Dekonstruktivismus). Zu einem dieser Stilrichtung entsprechenden Museum sollten die gestalterischen Mittel analysiert werden sowie eine interaktive Lernstation entworfen. Ein Konzept zu Letzterem wurde ebenfalls eingefordert. Die Arbeit mit theoretischen Schwerpunkt thematisierte die Kunst im Bezug auf Gesellschaft. Es sollte ein ausführlicher Vergleich zu zwei Denkmälern verfasst werden sowie ein Zitat erläutert. Der praktische Teil thematisierte die Veränderung eines der Denkmäler.

Im Englisch Abitur 2017 an unserer Schule kamen zunächst mehrere kleinere Aufgaben zum Hörverstehen dran und anschließend eine Prüfung zum Leseverstehen in Form von verschiedenen ein- bis zweiseitige Texten. Der Schwerpunkt lag jedoch auf der sprachlichen Analyse und Interpretation eines fictional texts (Dystopie).

Autorin: Esther Löffelbein, Abitur 2017

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